Breminale 2010 geht zu Ende,
Breminale 2011 geht los ...
Guter Jahrgang: Mehr Sonne
Rundum zufrieden ist das Breminale-Team mit dem Festival 2010. Auch wenn die Zuschauerzahlen der vergangenen beiden Jahre wohl nicht ganz erreicht wurden: „Da hat das Wetter es dieses Jahr vielleicht fast ein bisschen zu gut mit uns gemeint“, spekuliert Geschäftsführer Harald Siegel mit Blick auf die heißen Tagestemperaturen. Besonders am Samstag „zwischen Weltfußball und Gewitterwarnung entscheidet sich dann vielleicht doch der eine oder andere für Abkühlung im Garten statt Fete an der Weser“. Da die Breminale keine Eintrittsgelder erhebt, können die Besucherzahlen alljährlich nur geschätzt werden.
Gute Freunde: Mehr Spenden
Viele der Besucher haben aber freiwillig Eintrittsgeld gezahlt: Am neu auf dem Festivalgelände errichteten Spendenzaun. „Wir haben damit eine kleine neue Debatte über Kultur, ihre Kosten und Finanzierung gewagt“, erklärt Harald Siegel – „und gewonnen: Es sind jetzt schon 16.000 €“, freut sich Bianca Oostendorp schon am Sonntagnachmittag, bevor der letzte Konzertabend beginnt. Sie hat die Spendensammlung für die Breminale initiiert und mit vielen jungen Helfern die Menschen angesprochen, „aber ohne denen ins Portemonnaie zu gucken: Man kam auch gut vorbei, ohne zu bezahlen“, versichert Oostendorp. Denn die Spenden sollten freiwillig bleiben. Sie sollen die Qualität des Programmangebots stützen. „Mit solchem Rückenwind kann man für 2011 über Ideen nachdenken, die wir innerhalb der schmalen Budgets bisher nicht verwirklichen konnten“, freut sich Carsten Werner, der mit Susanne von Essen vor drei Jahren die Programmleitung für die Breminale übernommen hat. Öffentliche Zuschüsse oder Sponsorengelder als notwendige Basisfinanzierung können die Spenden nicht ersetzen: „Ohne die Förderung durch den Kultursenator, das Bremen Marketing, unseren Hauptsponsor swb und viele weitere Sponsoren gäbe es keine Breminale“, betont Harald Siegel.
Gute Kontakte: Mehr Programm
Werner schwebt vor, „die Breminale 2011 mit einer größeren Kunst-Veranstaltung zu verbinden. Dazu setzen wir uns gleich nach den Sommerferien mit interessierten Einrichtungen zusammen.“ „Den Erfolg der Breminale machen zunehmend unsere Programmpartner aus“, freute sich Carsten Werner am Sonntagnachmittag: „Die Kollegen von Lagerhaus und Schwankhalle, Radio Bremen Vier, Bremen Eins und Funkhaus Europa stecken neben echtem Geld sehr viel Arbeit in die Breminale. Nur mit ihnen können wir den Programmmix aus Entdeckungen, Altbekanntem und Bremischem bieten, der ein gelungenes Weserfestival ausmacht. Sie und Veranstalter wie das Filmbüro, die MIB, das Institut Francais, der Zucker-Club, kulturg.u.t., der Sportgarten und die Labels Koggepop und Songs and Whispers garantieren, dass wir ganz verschiedene Szenen und Generationen ansprechen können. Die Bremer Kultur ist national und international vernetzt. Die Breminale bildet das ab und profitiert davon.“ In den vergangen drei Jahren ist deutlich geworden, „dass das Publikum sehr, sehr neugierig gerade auch auf Künstler und Kunstformen ist, die es noch nicht kennt“, hat Susanne von Essen festgestellt, die auch als Kuratorin für das „Fusion“-Festival in Lärz und für Festivals der Schwankhalle arbeitet. „Es wird Zeit, dass die Breminale sich auch wieder Kunst zutraut“, findet deshalb Carsten Werner.
Gute Aussichten: Mehr Breminale 2011
Das nächste Plakatmotiv fand schon am diesjährigen Spendenzaun reißenden Absatz: Die Breminale 2011 findet direkt an den ersten Ferientagen vom 6. bis 10. Juli statt, damit auch verreisende Bremer sie genießen und alle Kultureinrichtungen daran teilnehmen können: „Mit einem ,call for concepts’ rufen wir auf, uns bis zum Herbst Veranstaltungsideen zuzuschicken“, kündigt Carsten Werner an. Das gilt auch für das Publikum und potentielle Spender: Unter wunschkonzert@breminale.de können unverbindlich Lieblingsbands und Künstlergruppen vorgeschlagen werden. Mit einer Breminale-Aktie, die im Herbst vorgestellt werden soll, besteht sogar die Möglichkeit, ein abendliches Bühnenprogramm mit zu gestalten und zu finanzieren. „Nach drei Jahren sind wir an einem Punkt, wo wir der Breminale wieder einen neuen Dreh geben wollen“, sagt Susanne von Essen. „Das gilt auch für den Rahmen: Wir würden uns gerne vergrößern“, sagt Harald Siegel: „Das Besucheraufkommen ist in den vergangenen drei Jahren sehr deutlich gestiegen: Bei rund 150.000 Menschen jährlich stoßen wir an unsere Kapazitätsgrenze.“ Die Wallanlagen unterhalb der Kunsthalle und die andere Weserseite um Café Sand, Kinderwildnis und Lichtluftbad finden die Veranstalter denkbar geeignet, die Breminale um neue Facetten zu erweitern - „Finanzierung vorbehalten, wie immer“, meint Carsten Werner.
Gute Vorsätze: Mehr Platz
Mehr Platz soll es 2011 nicht nur für Kunst und Kulinarisches geben: „Auch die Toilettensituation können wir verbessern“, bekennt Geschäftsführer Harald Siegel. „Die Schlangen vor den Containern und entlang der Weser waren zu lang. Nächstes Jahr bauen wir an.“









































